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Tiertherapie-München
Spezialgebiet Pferd (ATN)
Tiertherapie

Was ist Tiertherapie?

Tierpsychologie ist das Studium über die allgemeine und spezielle Verhaltensbiologie (Ethologie) von Tieren, sowie über die Therapie von sog. Verhaltensproblemen. Denn nur wenn man weiß wie sich ein Tier in seinem natürlichen Umfeld normalerweise verhält, kann man das Verhalten einer Tierart erst verstehen und Abweichungen vom sog. Normalverhalten erkennen.

Ein Tierpsychologe oder -therapeut versucht Ihnen bei einem Problem mit Ihrem Tier durch genaue Bestandsaufnahme und Analyse zu helfen, damit Sie nach Ausarbeitung eines Therapieplans sowie durch Anleitung des Therapeuten das Problem wieder selbst  in den Griff bekommen können. 

Wie notwendig Verhaltensberatung heutzutage ist zeigt eine amerikanische Studie, die besagt, dass fast die Hälfte der Tierbesitzer Verhaltensauffälligkeiten bei ihren Tieren beobachten, die sich für sie als sehr problematisch darstellen und die sie nicht selbst beseitigen können.  

An wen wendet sich die Tiertherapie?

Man kann sagen, dass sich die Tiertherapie/-psychologie an alle wendet, die ein Kommunikationsproblem mit ihrem Tier haben, ein merkwürdiges/auffälliges Verhalten bei ihrem Tier beobachten oder einfach mehr über das Verhalten der Tierart und die artgerechte Haltung wissen möchten.

Was bedeutet das für das Spezialgebiet Pferd?

Das Aufgabengebiet des Pferdepsychologen ist vielfältig und breit gefächert. Es besteht zum einen im Erkennen der verschiedenen Formen von Verhaltensproblemen. Was Sie darunter verstehen können möchte ich Ihnen im Folgenden kurz erläutern.

Es gibt unerwünschtes aber normales Verhalten. Dazu zählen Verhaltensweisen, die zwar dem Normalverhalten zuzurechnen sind, die Ihnen aber Probleme bei der Nutzung bereiten können wie z.B Scheuen, Durchgehen, Verladeprobleme.

Dem gegenüber stehen die eigentlichen Verhaltensstörungen. Das sind Verhaltensabläufe, die es bei "normalen" Pferden nicht gibt wie z.B Koppen, Weben, stereotype Laufbewegungen, Headshaking, Automutilation u.v.m.

Davon zu unterscheiden sind erlerntes und aufmerksamkeitforderndes Verhalten, was einen großen Anteil der verschiedenen Verhaltensprobleme beim Pferd ausmacht. Dazu gehören z.B. Scharren in Futtererwartung, Schlagen an die Boxenwand etc.

Oft treten auch Kombinationen der oben genannten Verhaltensprobleme auf.

Außerdem kann ein Pferdepsychologe noch bei vielen anderen Dingen helfen. Hier ein kleiner Überblick:

- Ängste und Phobien

- dominanz- oder angstbedingte Aggression

- Rangordnungs- und Kommunikationsprobleme zwischen Mensch und Pferd

- Sattel- und Gurtzwang

- Kleben

- Unterstützung bei Rittigkeitsproblemen

- Beurteilung von Haltungssystemen mit Vorschlägen zur Verbesserung wenn gewünscht

- Information des Halters über das Thema "Pferd"

Wenn Sie Fragen haben oder sich nicht sicher sind, ob ein Tierpsychologe Ihnen bei Ihrem Problem bzw. Ihrer Fragestellung helfen kann, rufen Sie mich einfach unverbindlich an oder schreiben Sie mir eine Email. Ich berate Sie gerne.

Lassen Sie sich vor allen Dingen nicht entmutigen! Sie stehen nicht alleine da, auch wenn Sie vielleicht den Eindruck haben, von lauter "Pferdeprofis" umgeben zu sein. Die meisten Pferdebesitzer/Reiter haben Probleme mit ihrem Pferd, auch wenn es viele nicht gerne zugeben. Und merken Sie sich: Für viele Probleme gibt es eine Lösung! Man muss es nur wollen!